Hello Warrior Sisters and Brothers in Arms,

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What is happening in the Hambacher Forst is important.

Brave Activists are fighting against dirty coal while the global leaders only one hour away continue to tell us the same lies over and over. The climate is already changing. Global warming is made right here at the Hambacher Forst.

Globally, species are going extinct at a alarming rate. Where I live it is the Insects and Songbirds who lost between 50% and 80% of their populations. They are experiencing a genocide. They are my brothers and sisters. And yours too, just in case you might have forgotten.

In times like this, resistance is a moral imperative.

If you don’t care about nature, you probably still care about social justice and human rights. These too are increasingly cut down like forests and will be exterminated like most species, if we don’t fight for them.

As times become increasingly chaotic, the problems will not disappear if we ignore them. You can’t fight nature.

Whatever comes, we’ll need to stick together and build new communities of resistance with implemented ethics.

We’ll have to build allies against rising forces of capitalism, exploitation, fascism, racism, misogyny and the whole death urge of this culture.

If you don’t believe me, look around and try to start thinking for yourself.

Resistance starts in your head.

Start with questioning the signs, symbols, myths and belief systems of our culture.

Continue by understanding and removing the lies this culture is telling us.

Go ahead and de-colonize your heart and soul.

If you cry during this process, it is OK. You are a sentient being. Emotions are normal and they make you human. Feel them.

Get in touch with nature and like-minded people (both human and non-human) and share your feelings and thoughts with them. They might share theirs with you, if you’re lucky.

Start finding what you love and protect it.

Try to act wisely.

Be smart, thoughtful and dedicated.

And NEVER give up!

Botschaft vom Colorado River: Quellgebiete

Die nächste Folge von Will Falk, der dem Colorado River von den Quellgebieten bis zum Delta folgt, bevor er in den Gerichtssaal geht um für den Colorado River als Inhaber inhärenter Rechte zu argumentieren.

Von Will Falk / Foto © Michelle McCarron

Um jemanden wirklich zu verstehen, muss man bei ihrer Geburt beginnen. Also verbrachten Michelle und ich die letzten beiden Tage damit, in Kälte und Schnee über dem La Poudre Pass auf der Nordseite des Rocky Mountain Nationalpark nach den Quellen des Colorado River zu suchen.

Der Pass ist erreichbar über die Long Draw Road, die vom Colorado Highway 14 abzweigt. Die Long Draw Road ist eine unasphaltierte, kurvige Piste voller Schlaglöcher, die fünfzehn Meilen durch Pinien -und Fichtenwald führt, vorbei an dem gefrorenen Reservoir, bevor sie abrupt in einer von Weiden bewachsenen Ebene endet.

Die Straße war von einer Schicht aus gefrorenem Schlamm bedeckt, so dass wir langsam fahren mussten, um nicht in den Straßengraben zu rutschen. Die Fahrt fungierte als Vorbereitung unserer Reise zum Geburtsort des Colorado River. Die rauhe Straße mit den unablässigen Schlaglöchern, kombiniert mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind wie ein Test, ob wir es mit der Suche nach dem Quellgebiet des Colorado River ernst meinen. Ich machte mir Sorgen, ob Michelle‘s 91er Toyota Previa es dem Pass hinauf schaffen würde, aber der Van machte dem Kultstatus dieses Modells alle Ehre. Die Long Draw Road ließ die Gewalt ahnen, die wir an den Quellgebieten des Flusses vorfanden. Breite Streifen kahl geschlagener Wälder eskortierten die Straße zum Pass. Die Forstarbeiter müssen wohl zu faul sein, einzelne gefallene Bäume von der Straße zu entfernen, denn sie hatten einfach alle Bäume fünfzig Meter rechts und links der Straße abgesäbelt.

Etwa 3 Meilen nach dem Ende der Straße trafen wir auf einen langen, niedrigen Damm, der die vom Berg heruntertropfenden Bäche in einem langen Speicherreservoir. Wir hatten erwartet, eine Wildnis in La Poudre Pass vorzufinden, und so fühlte sich der Damm an wie das Rennen an eine Wand in der Dunkelheit.

Die Kahlschläge, der Damm und das Reservoir sind ernsthafte Wunden, aber keine von ihnen ist so schlimm wie der große Graben. Wir wanderten eine viertel Meile vom Ende der Long Draw Road, als wir einen Wegweiser fanden, der die Route zu den Quellgebieten des Flusses zeigte. Auf unserem Weg durthin kamen wir vorbei an einem 10×10 Meter großen Graben, der Wasser von West nach Ost drückte. Wir befanden uns auf der westlichen Seite der kontinentalen Wasserscheide, wo das Wasser natürlicherweise nach Westen fließt. Wir überlegten, welche schwarze Magie die Ingenieure für dieses Kunststück angewendet haben mussten. Der große Graben war auf dem La Poudre Pass so augenfällig wie eine vernarbte Wunde auf einem menschlichen Gesicht.

Der große Graben war in den späten 1880ern von mehrheitlich japanischen Mannschaften begonnen worden, die mit Handwerkzeugen und Schwarzpulver ausgestattet waren. Er war gebaut worden, um Wasser von den Quellläufen des Colorado River in Richtung Osten zu den wachsenden Städten im vorderen Colorado zu bringen. An die 60 Zentimeter tief rinnt das Wasser durch den Graben. Schon bevor die schmelzenden Schneemassen die Gebirgsflüsse formen, die als Quellen des Colorado River gelten, wird Wasser von ihr gestohlen.

Mit dem halben Fuß tief im Pulverschnee stehend, fragte ich mich ob das Wasser, welches hier gespeichert wird in dem Fort Collins-Golfplatz enden würde oder, aufgerührt durch die Flossen eines Schweinswals, im Golf von Kalifornien.

Studiere die Geburt des Colorado River, und du wirst lernen, dass sie in einem wilden Schoß aus schweren Winterwolken, hohen Berggipfeln und Schneemassen geboren wurde. Aber sie gelangt direkt nach der Geburt in die Ausbeutung. Im La Poudre Pass bekommt die noch junge Colorado River die Gewalt zu schmecken, die sie für den Rest ihres Lebens folgen wird.

Botschaft vom Colorado River: Was braucht der Fluss?

von Will Falk / Deep Green Resistance Southwest Coalition

Als ich mich bereit erklärte, dem Colorado River als „nächster Freund“ im ersten Gerichtsverfahren überhaupt, bei dem es um Anerkennung als Person und Naturrechte geht, zu dienen, verpflichtete ich mich, die Interessen des Flusses vor dem Gericht zu vertreten. Auf einem generellen Level ist es nicht schwierig, ein Konzept für die Interessen des Colorado River zu finden: Verschmutzung tötet die Bewohner des Flusses, der Klimawandel bedroht die Schneemasse, aus der viel seines Wassers stammt, und Dämme hindern den Fluss daran, den Weg ins Meer im Golf von Kalifornien zu machen.

Wir versuchen allerdings, die Anerkennung des Colorado River als Person zu erreichen, und dies beeinhaltet eine persönliche Beziehung mit ihr. Wasser ist eine der ersten Ausdrucksformen des Lebens, und der Colorado River spricht einen alten Dialekt. Die Schneemasse murmelt in der schmelzenden Sonne. Der seltene Regen der Wüste tropft von Weidenästen und ringelt sich durch träge Tümpel. Über gesprenkelte Steine fließende Bäche singen Sopran, während entfernte Wasserfälle den Bass übernehmen.

Eine persönliche Beziehungen erfordert es, zu lernen wer der andere ist. Unser erster Tag im Gericht ist am Dienstag, den 14. November um 10 Uhr geplant (ihr seid eingeladen). Ich werde also die nächsten Wochen bis zum Gerichtstermin damit verbringen, mit dem Fluss zu reisen, an ihrem Ufer zu schlafen und zuzuhören. Ich werde den Colorado River fragen wer sie ist, und dann, falls sie es mir mitteilt, werde ich sie fragen was sie braucht.

Wenn ich im Bezirksgerichtshof der Vereinigten Staaten in Denver ankomme, hoffe ich die Antwort des Colorado River mitzubringen.

Anmerkung: Die Bezeichnung des Flusses als „Sie“ ist in der patriarchalischen deutschen Sprache natürlich unüblich (und grammatikalisch falsch). „Der“ Colorado River ist jedoch vom Autor hier als Teil der politischen Botschaft bewusst als weiblich bezeichnet worden („she“; korrekt wäre „it“).

Nature fights back

Nur ein kleiner Gedankengang, den ich gerade hatte, als ich diesen Vogel mit dem roten Schwanz, der immer im Hof ist gesehen habe. Die Natur ist doch verdammt resilient, also die macht einiges mit. Es gibt so viele Tiere, die sich beispielsweise in Städten ansiedeln konnten und die menschliche Besiedelung und Bejagung und so weiter überstanden haben. Aber wir sind eine unglaublich desktuktive Kultur. Gegen Dinge wie diese Agrargifte von Bayer kommen die Insekten einfach nicht an. Die sind ja auch gemacht, gezielt um sie zu töten. Es ist wirklich ein krasser Krieg, der mit Chemiewaffen geführt wird. Und die zweite Sache war, dieser Eindruck dass die Natur uns noch verdammt viel mitzuteilen hat. Man sollte mehr darauf hören. Ich sollte mehr darauf hören, dass es noch viel, verdammt viel an Wissen und Weisheit, dass ich in meiner Lebenszeit erwerben kann und damit eine Weisheit erlangen kann die niemand in unserer Zivilisation kaum ein Mensch mehr kennt.

Nature is fighting back all the time.“ (Derrick Jensen) Die Natur kämpft, das sieht man an jeder gepflasterten, betonierten oder asphaltierten Straße, wo wie da wo ich jetzt laufe Löwenzahn und andere Pflanzen sich durchdrängen. Die Sache ist die: Natur kämpft mit Leben. Das heißt sie kämpft, indem sie immer und immer wieder neues Leben und neues Leben schafft. Unsere Kultur kämpft mit dem Tod.

Ich habe mich eigentlich nie wirklich willkommen gefühlt in dieser Kultur. Die Umstände, unter denen ich so geboren und aufgewachsen bin, waren alles andere als willkommenheißend und freudig. Ich hab immer das Gefühl gehabt, Menschen waren unhöflich, mochten mich nicht, alles basiert auf Konkurrenz, schon im Kindergarten. Streitereien, wenig Empathie ehrlich gesagt… sehr wenig. Und ich hatte immer das Gefühl, Empathie ist quasi mein zweiter Vorname. Vielleicht ist es auch nur so, dass ich eine besonders gute Menschenkenntnis hatte oder was auch immer, ein guter Beobachter bin… auf jeden Fall hab ich mich von Anfang an nie wirklich willkommen gefühlt.

Ich hatte oft das Gefühl, es wäre eigentlich besser, wenn ich garnicht da wäre. Und diese Kultur gibt einem dieses Gefühl, oder gab mir zumindest dieses Gefühl, oder bestärkt dieses Gefühl. Wenn ich die Erwachsenen sah und hörte, wie sie sich mit ihrer Arbeit quälen und Dinge tun, die sie hassen, und ich dachte immer: „Mist! Wenn es das bedeutet, erwachsen zu sein, dann will ich das eigentlich überhaupt nicht.“

Es ist doch eine Horrorvorstellung, das ganze Leben nach der Schule, die schon schlimm genug war, mit Dingen zu verbringen, die ich nicht mag. Nun ist es so, wenn man drüber nachdenkt, und ich hab viel drüber nachgedacht, dass diese Kultur tatsächlich nicht sehr willkommen heißend ist, und auch nicht sehr empathisch. Klar, Kapitalismus, wenn man es jetzt mal mit diesem Begriff bezeichnen will, ist nicht lebensbejahend und auch nicht empathisch, sondern allein auf Profit basierend, das wissen wir ja.

Wo ich mich hingegen, und da bin ich auch einer der wenigen, willkommen geheißen fühlte, schon immer, das ist die Natur. Und je mehr ich da drüber nachdenke und darin eingehe, je mehr ich mich damit befasse, wird mir immer klarer, dass es eigentlich sehr logisch ist. Die Natur, im Gegensatz zu unsere Kultur, ist ein System, welches im Prinzip alles Leben fördert und willkommen heißt. Natürlich sind die Gesetze des Dschungels hart, wie es bei Kipling steht, aber gerecht. Den Gesetzen zu folgen ist eigentlich nicht schwierig, indigene Kulturen ins aller Welt haben das getan, bis sie von unserer Kultur zerstört wurden.

Der Natur zu helfen, Leben hervorzubringen und zu fördern. So das für alle mehr da ist. Nach diesem Prinzip lebe ich, und deswegen fühle ich mich auch hier, wo ich bin, eigentlich nur dem Land verpflichtet. Der Natur, dem Land, auf dem ich lebe, den „natural communities“, den Ökosystemen, fühle ich mich verpflichtet. Ich fühle mich in keinster Weise einem Staat, der Regierung und dieser verrückten Kultur verpflichtet, die alles mit Straßen zubaut. Nein, ich möchte, dass es jedes Jahr mehr Singvögel gibt. Und jedes Jahr mehr Erdkröten, und mehr Ringelnattern, und mehr von allen Lebewesen, denen wir ihren Lebensraum brutal gestohlen haben.

Es kann ganz schön lange dauern, bis ich mir erlaube, mir einzugestehen, dass ich ok bin, wie ich bin. Als Mensch, der in der Natur leben will. Als Mensch, der keine Autos mag, obwohl alle anderen verrückt sind nach Autos. Als Mensch, der einfach anders ist als alle anderen. Nicht in diesem propagierten Projekt „Fortschritt“ mitmacht, weil er nicht daran glauben kann.

Ich möchte wahr und aufrichtig sein in einer Kultur voller Lügen. Die auf Lügen basiert, kann man sagen. Dass wir die Industrielle Zivilisation UND einen lebendigen Planeten haben können, ist eine Lüge. Die größte Lüge.

Es ist Zeit, die Wahrheit zu sagen, die Wahrheit, dass Industrielle Zivilisation inherent zerstörerisch ist durch ihren extremen Ressourcenbedarf. Und daher nicht nachhaltig. Das heißt, dass sie zusammenbrechen wird, und je früher wir das erkennen, um so besser können wir diesen Zusammenbruch steuern, und einen hoffentlich großen Teil des Lebens auf dieser Erde erhalten.

Wenn wir das nicht tun, dann wird unsere Zivilisation die Erde in absehbarer Zeit unbewohnbar machen.

Es ist also Zeit für Widerstand.